Transdisziplinärer Kulturbetrieb für audiovisuelle Poesie
Kleinstes Opernhaus Mitteleuropas
Mit dem Vulgonamen Flussbahnhof erfindet sich das denkmalgeschützte Anwesen Springerhof in der Kühbachau bei Wildalpen neu.
Die Architektur birgt bereits das Fellner und Helmer Raumkonzept, welches ab 1870 bis 1919 für zahlreiche Opernhäuser Anwendung fand.
Umgeben von Weltnaturerbe
Der 2020 gegründetet Betrieb residiert inmitten einer der inspirierendsten prächtigsten Berg- und Flusslandschaften, weitläufiger Natur- und Wasserschutzgebiete nahe des jüngst zum UNESCO Weltnaturerbe ernannten Wildnisgebiets Dürrenstein-Lassingtal.
Museum für audiovisuelle Poesie
Der Flussbahnhof versteht sich als Museum im originären Sinne, als Wohn-, Heim und Wirkstätte der Musen.
Das bereits über 150jährige dynamische Werden des Anwesens darf sich als Herberge für transdisziplinäre Poesie weiter entwickeln.

Der Flussbahnhof liegt nicht nur geografisch am Fluss, sondern bietet auch Raum zum Fließen. Wer im Fluss (neumodern Flow) ist und mit den Musen tanzt, tritt in seine Schöpferkraft und vermag durch Transformation und Vermischung der Elemente Kunstwerke erschaffen.
Angetrieben durch die Kraft des wärmenden Feuers, belebt durch die Flüchtigkeit frischer Luft, bereichert um die Gefühle des kristallklaren Quellwassers innerhalb sicherheitsspendender nährender Erde, oder einfach die karge Stabilität der Felsen, eingehüllt in den geheimnisvollen Äther, sind die Rahmenbedingungen für die Flussbahnhof Kulturproduktion.
Wo der Mensch zur Vision fähig ist, kann werden, was noch nicht war.

Gedanken zu wiederkehrenden Begrifflichkeiten.

Ist die Bereicherung natürlicher Nützlichkeit und Nutzbarkeit von Kulturgütern um eine ästhetische Komponente, welche totgedachte Determiniertheit auflöst und Freiräume schafft. Poesie ist fließend, bewegt und kann daher berühren und anregen. Poesie existiert nur innerhalb ethischer Grundsätze, denn sie ist – selbst, wenn sie direkt und ehrlich ist – niemals gewalttätig oder übergriffig. Poesie ist ein Instrument des Friedens, sucht das Verbindende, die Gemeinsamkeiten und würdigt Unterschiedlichkeit. Sie tut dies sanft, leise, heimlich oder wild, laut und offensichtlich, doch greift sie menschliche Integrität nicht an, wie es Propaganda – die wichtigste Waffe des Kriegs und der Trennung – tut. Poesie und Propaganda bedienen sich manchmal ähnlicher Mittel, doch könnten sie gegensätzlicher nicht sein.
Propaganda manipuliert, Poesie inspiriert. Propaganda kennt keine Ethik, Poesie existiert nicht ohne Ethik. Propaganda prostituiert den Menschen und seine Werte, Poesie ist die unverkäufliche Dimension, der Mehrwert von Menschen und Gütern, dessen Wahrnehmung von der Freiwilligkeit des Rezipierenden abhängt, denn sie drängt sich nicht auf, wie Propaganda durch Angst oder andere Suggestion von Mangel, sondern sie lädt zur Selbsterkenntnis und zum Erkennen der Welt ein.
Wo Propaganda auf Scheinerfüllung unbewusster Bedürfnisse setzt, regt Poesie an, seine unbewussten Bedürfnisse zu erkennen.
Eine Gesellschaft, die Frieden wünscht, wird Poesie kultivieren. Eine Gesellschaft, die Krieg verherrlicht, wird Propaganda kultivieren.

Ein Betrieb ist eine Einrichtung, welche den Raum und die Rahmenbedingungen schafft, um produktiven Tätigkeiten nachzugehen. In der Regel ist es der Mensch und seine Instrumente, Werkzeuge, Maschinen, mit dem Ziele etwas zu erschaffen. Ein Kulturbetrieb erschafft Kulturgüter. Der Kulturbetrieb Flussbahnhof erschafft poetische Kulturgüter.

Ein Kulturgut ist ein innerhalb einer Kultur entstandenes Gut, welches aufgrund von Nützlichkeit oder Nutzbarkeit einen Wert beigemessen bekommen. Der zugedachte Wert kann materieller, oder aber auch immaterieller Natur sein. Materielle Nutzgüter sind in der modernen Konsumgesellschaft weit verbreitet, während der immaterielle Wert besonders bei künstlerischen Kulturgütern oft überwiegt. Güter, deren Wert vorwiegend immaterieller Natur ist, werden in einer reinen Konsumgesellschaft oft unterbewertet oder gar übersehen, und nur dann bemerkt, wenn sie fehlen.

Eine innerhalb eines Kultursystems geltende Übereinkunft von Menschen über die Wichtigkeit von Eigenschaften oder Dingen. Werte können sich materiell oder immateriell in Form von Wertschätzung ausdrücken. Je höher die Wertschätzung, desto höher die Wertbeimessung.

Die Erkenntnis, das alle Wellen, unabhängig von ihrer Gestalt, ob sichtbar, fühlbar, hörbar oder durch sonstwelche Sinne erfahrbar, nicht voneinander trennbar sind, sondern erst in ihrer Verbundenheit und ihrer Ganzheitlichkeit ihre ursprüngliche Magie entfalten können. Fragmentierung oder Trennung in Sparten, Disziplinen verkürzt das Potential menschlicher Kulturtechnik und inhaftiert den schöpferisch begabten Mensch in einen eindimensionalen Erfahrungshorizont.

Ein Ort des Ankommens, der Rast, der Wartung und Erwartung, des neu Auftankens, des Aufbruchs, und wieder von Anfang an.

Wo sich Wellen berühren und in gemeinsamer Bewegung ineinanderfließen.
Der Kulturbetrieb Flussbahnhof ist wie ein Großteil der in Österreich ansässigen Kulturbetriebe als gemeinnützige Organisation registriert.
ZVR-Zahl: 1742079061

