1871

Kühbauer in der Kühbachau

Es ist davon auszugehen, dass der Standort in der Kühbachau bereits lange vor der ersten Kartografierung unter Kaiser Franz I und vor der ersten Nennung im Grundbuch, welches in Österreich 1871 eingeführt wurde, besiedelt war. Die sonnige und geschützte Lage mit ausreichend Trinkwasser für das Vieh, eignet sich ausgezeichnet als Basis für die Alm- und Forstwirtschaft.

Die für österreichische Verhältnisse ausgesprochen späte Katholisierung der Region erschwert die Personenrecherche ins Frühmittelalter.

Spätestens um die Mitte des 19. Jahrhunderts lassen sich die aus höheren Gegenden der Region stammenden Goldgruber im bereits gerodeten Salzatal in Kühbachau bei Wildalpen entlang der Dreimärkter Straße (heute: Landesstraße Hochschwabstraße B24) nieder um als „Kühbauern“ Landwirtschaft zu betreiben. Im Jahre 1871 wird der Verkauf im Grundbuch des Anwesen Nr. 13 Kühbauer (Fam. Thaller), auch Kühbachbauer samt den Objekten Nr. 169 und Nr. 170 von Anton und Elisabeth Thaller, geborene Goldgruber zugunsten Anton jun. und Maria Thaller vermerkt, welche das Anwesen betreuten und verwalteten. Ein Blick auf den historischen franziseischen Katastar zeigt die Grundrisse samt Nebenobjekte dieser Zeit eindrucksvoll, ebenso mit einem damals noch etwas anderen Verlauf der Dreimärktestraße.

Zugunsten der Schonung der Quellgebiete und der Sicherstellung der Wasserqualität für die Wiener Wasserversorgung wurde allerdings die zuvor großflächig betriebene Rinderzucht nach und nach verboten, die Holzwirtschaft auch als Folge der fortschreitenden Industrialisierung weitgehend umstrukturiert, gleichzeitig blieben die Eisenbahn und damit erhoffte Gäste ebenfalls fern.